Eine tolle SM in Bern gehört der Vergangenheit an. Viel, sehr viel Arbeit haben die Verantwortlichen des AC Matte Bern in diesen Anlass gesteckt. Als Gast und langjähriges Mitglied in den verschiedensten Gremien, stach mir das sofort ins Auge. Es begann damit, dass die Aare und somit der Teil mit den Wettfahrstrecken von (fast) keinem Schwimmer und Bötlifahrer durchquert wurde.Dies hatte auch seinen Grund. Praktisch in allen Medien wurden die Aare-Schwimmer und Aare-Bötlifahrer gebeten, diesen Streckenteil zu meiden. Es wurden auch überall Plakate aufgehängt und auf diesen Anlass aufmerksam gemacht. Der Aufwand, auch der finanzielle, hat sich diesbezüglich mehr als gelohnt. So durften alle Teilnehmer und Teilnehmerinnen dieser Einzel-SM an beiden Tagen faire Bedingungen antreffen.

ACMBern2018 03Um euch diese SM in chronologischer Sicht beschreiben zu können, muss das Fahren unserer Aktiven noch ein bisschen warten. Am Samstag trafen sich die Ehrengäste ab 13.00h auf dem Festplatzgelände, wo eigens eine Bühne für diese aufgebaut wurde. Das Wettfahren war in vollem Gange und so konnten diese sämtliche Wettfahrstrecken überblicken. Diese wurden ihnen natürlich erklärt. Auch auf das Fahrtechnische ging man ein, was sofort Fragen auf warf. Diese wurden natürlich umgehend und mit viel Fachwissen beantwortet. Als bisher höchsten Ehrengast an einem Wettfahren des SWV, durfte der Präsident des AC Matte Bern, Martin Seiler, Bundesra tGuy Parmelin, Chef des Eidg. Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) in Begleitung seiner Gattin kurz vor 14.00h willkommen heissen.

Durch das Gotthelf Chörli wurden sie mit zwei schönen Jodelliedermusikalisch begrüsst. Er und seine Gattin zeigten sich an der Sportart Wasserfahren sehr interessiert. Natürlich wurden auch ihm Details erklärt und schon bald gab er zu einigen Fahrer einen Kommentar ab. Unter anderem als unser Fahrchef Sandro bei der zweiten Landung einfuhr, meinte Bundesrat Parmelin, „Das ischt sischer zu hoch!“ Richtig!, denn ich stand gleich daneben.

In meiner Funktion als Ehrenpräsident des SWV überbrachte ich ihm aus Basel als kleines Präsent, wie es sich gehört, einen Sack Basler-Läggerli. Dieses nahm er gerne an und bedankte sich herzlich für die „Süssigkeit.“ Nachdem die Ehrengäste verpflegt waren hielt Bundesrat Parmelin eine kurze Ansprache. Hier zeigte er sich angetan und angenehm überrascht, was die Wasserfahre rdoch so alles machen. Auch ging er kurz auf die Armee und dort die Genietruppen ein. Indem er allen einen schönen und erfolgreichen Wettkampf wünschte verabschiedeteer sich unter grossem Applaus von den Anwesenden.

ACMBern2018 14Nun zu unseren Aktiven und zum Wettfahren. Das Bördeln auf den Platten in Bern ist nicht jedermanns Sache und auch der schnelle (für uns Basler) Wasserlauf behagt nicht jedem. Dies obwohl die Aare einen Tiefstand aufwies. Das sieht man auch an den gesammelten Strafsekunden. Als erster nahm unser Fahrchef Sandro die Wettfahrstrecke in Angriff. Bei derersten Ausfahrt und der zweiten Durchfahrt touchierte er jedoch je einen Bengel, was ihm 10 Sekunden Zeitzuschlag bescherte. Ebenfalls 10 Sekunden musste sich Garry aufschreiben lassen. Noch schlimmer erging es Fabian der sich wie Pascal insgesamt 15 Sekunden Zeitzuschlag anrechnen lassen musste. Michael sammelte gleich 25 Sekunden und zerbrach auch noch einen Stachel. Seba sammelte 5 Sekunden und unser Junior Justin 20 Sekunden Zeitzuschlag.

Als einziger fuhr Patrick ohne Zeitzuschlag in der Kategorie Senior. Er erreichte dort den ausgezeichneten 8. Schluss– und somit Kranzrang. Herzliche Gratulation Patrick.

Noch während das Wettfahren lief, wurden die Ehrengäste am Samstag und Sonntag mit der „Itume“ auf der Aare zu einer Fahrt in Richtung Schwellemätteli eingeladen. Bern zeigte sich dabei allen von der schönsten Seite. Am Samstag waren es Bundesrat Parmelin mit Gattin und Ehrengästen aus Militär, SAT, dem SWV und Politik, welche diese Fahrt antreten konnten. Dass die Ehrengäste diese Fahrt bei herrlichstem Wetter sichtlich genossen zeigen die Fotos. Am Sonntag durften nebst dem Regierungspräsidenten auch Stadträte von verschiedenen Parteien, der Gesellschaft zu Schiffleuten, des Fischereiverbandes, Obmann Veteranen PFV Bern und andere mitfahren. Auch mir und Pia wurde diese Ehre zuteil.

ACMBern2018 29Um den Nachwuchs zum Wasserfahren zu animieren, hatte der AC Matte Bern gleich neben ihrem Depot einen Wasserfahrspielpark (auf dem Trockenen) eingerichtet. Wenn man das hört, kann man im Moment nicht viel damit anfangen. Da helfen die nachfolgenden Bilder und ein entsprechender Kommentar. Nebst dem Wasserfahren werden bei uns ja auch Schifferstechen ausgetragen. Diese beiden Sportarten konnte man, wie schon erwähnt, auf dem Trockenen üben. Dazu musste natürlich die entsprechende Infrastruktur geschaffen werden.Wenn man die Ideen hat, ist es nicht mehr so schwer, trotzdem mussten diese in x-tausend Stunden Fronarbeit erstellt werden.

Zuerst zum Wasserfahren. Hier wurden mit Bretter Bahnen gezimmert. In diesen konnten die Kleinen mit„Miniaturweidlingen“ das Stacheln üben. In der Zeit als wir dort waren herrschte reger Andrang. Dank der Hilfe von den anwesenden Eltern oder Wasserfahrer, konnte jedes Kind „seinen Weidling“ Hin und Her bewegen. Gleich Nebenan stand ein normaler Weidling. Dort konnte das Rudern in einem Wasserbecken geübt werden.

Um das Schifferstechen zu üben, wurde ein Luftkissen aufgeblasen. Auf diesem hatte es Stehmöglichkeiten. Von diesen konnten sich die Kinder runter bugsieren. Ein Heidenspass für die ganz Kleinen.

Trotz der sehr guten Organisation hörte man von verschiedenen Seiten auch einen einzigen negativen Punkt. Nicht alle Wasserfahrer fanden es toll, dass an der Einzelschweizermeisterschaft ein Sie+Er Wettfahren ausgetragen wurde. Dies gehöre sich nicht. Ich gratuliere dem AC Matte Bern für die ausgezeichnet organisierte und durchgeführte SM im Einzelfahren und bedanke mich für die Einladungen als Ehrengast an beiden Tagen.

Stausee fahren heisst rudern, rudern und nochmals rudern. Trotzdem hatten es die Wettkampfstrecken in sich. So einfach wie sich das an der Streckenerklärung anhörte, war es dann doch nicht. Schon das Stacheln auf der „Sandbank“, vom Fahrerwechsel bis zum Start, hatte seine Tücken. War man zu nah am Ufer, hockte man auf, war man zu weit draussen war der Stachel zu kurz. Nach dem Start galt es die richtige Linie zu finden, um anschliessend am Ufer zu stacheln. Hier musste man wiederum aufpassen, dass der Stachel nicht stecken blieb. Bei der Bengel-Ausfahrt sollte der Weidling schnellstens gewendet werden, um in Richtung Boje 1 zu zeigen. Es folgten slalomartig, die Umfahrungsbojen Nr. 2 und 3, die Flossgasse, die Boje 4 und dann die Fahrt zur Landung mit Endspurtwieder im Sand. Also eine Wettfahrstrecke die es in sich hatte.AWS2018 03

Dass die sogenannten Stausee-Vereine hier bevorteilt waren, versteht sich von selbst. Dafür haben die anderen Vereine auf ihrem Ankerplatz auch gewisse Vorteile und so gleicht sich das Ganze wieder aus.

Grundsätzlich kann man vom Wetter her gesehen von einem für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer angenehmen Wettfahren sprechen. Dass der Wind, das eine oder andere Fahrpaar beeinträchtigte, ist klar. Das weiss man aber schon bevor man an den Start geht. Trotzdem war es ein schönes Wettfahren, wenn man denn das Rudern dem Stacheln ein bisschen vorzieht, so wie ich .Aus der Sicht des FCB muss man die Leistung von Fabian und Robin herausheben. Was sie geleistet haben war schon grosse Klasse. Sie befuhren die Strecke derart gut, dass sie schlussendlich den hervorragenden siebenten Kranzrang erreichten.Die ganze Fischer-Club Familie gratuliert ihnen zur Kranzauszeichnung bei den Aktiven und hofft, dass sie auch in Zukunft so weiterfahren werden.

AWS2018 23Wie sich die Fahrpaare des Fischer-Club ansonsten geschlagen und was sie erreicht haben, kann man aus den Ranglisten entnehmen. Auch der achte Vereinsrang unserer Aktiven darf als Erfolg angesehen werden. Schön war es auch, dass die Fischerclübler nach dem Fahren und auch vor der Rangverkündigung zusammen sassen. Es war fast so wie „früher!“ Erwähnenswert ist sicher der Auftritt der Aktiven vom AWS Birsfelden mit Frauen vor und nach der Rangverkündigung zur Musik von „Wenn der Maibaum wieder am Dorfplatz steht“ aus Österreich.

Das war Sehens– und Nachahmenswert, denn es trägt zur Auflockerung und zum Mitgehen bei. Nebenbei macht es den Zuschauer/Innen Freude und lädt zum Takt– und Beifall klatschen ein. So etwas gab es meines Wissens noch nie. Danke an den AWS Birsfelden. SUPER-Idee! Vom AWS Präsidenten (Biber-Häuptling) Lukas Wetzel und Dominik Keller wurde ein neuer Vereinswanderpreis gestiftet. Diesen konnte der AWS auch gleich zum ersten Mal gewinnen. Es wäre schön, wenn wir, der Fischer-Club, diesen auch einmal gewinnen würden. Aber eben, es ist nicht wirklich unser Gelände.

Dass das Wettfahren vom 09./10. Juni, einen derartigen Verlauf nehmen würde, hätten die Verantwortlichen nicht gedacht. Zuerst verursachte eine Panne bei der Zeitnahme am Samstagmorgen eine Verspätung von gegen einer Stunde, am Abend zog ein Gewitter über Basel, sodass das Wettfahren unterbrochen werden musste und erst gegen 1930h beendet werden konnte und am Sonntag dauerte das Wettfahren auch einiges länger als vorgesehen.

Das wäre aber auch schon alles was (nach aussen) nicht so gelaufen ist wie gewünscht, denn es war im ganzen gesehen ein schönes Wettfahren rund um die 1226 gebaute Mittlere Rheinbrücke in Basel.

Mit einem Plakat wurden die Gäste vom RC Basel beidseits des Festplatzes begrüsst. Und schon war man mitten im Geschehen. Zelte, Fahrerwechsel, nervöse Teilnehmer und Teilnehmerinnen, Streckenerklärung, Aushang, alles was es halt zu einem Wettfahren benötigt.

Etwas unterhalb des Festplatzes die verschiedenen Zelte von „heRheinspaziert“, die ihren Anlass gleichzeitig austrugen. Mit dabei der VBWV mit dem Schülerweidling, welcher durch einige Jugendliche auf Herz und Nieren getestet wurde.Viele Gäste und Passanten interessierten sich dort an den verschiedenen sportlichen Angeboten.

RCB2018 01Nun aber zum Wettfahren. Eine relativ kurze Strecke forderte von allen Teilnehmer/Innen einiges an technischem Können und Geschick, um die Bojen ohne Zeitzuschläge zu passieren. Unsere Teilnehmer können davon ein Liedchen singen, sammelten sie doch insgesamt 50 Sekunden Zeitzuschläge ein.

Trotz allem, aus unserer Sicht schauten sehr erfreuliche Resultate heraus.

Bei den Aktiven fuhr Fabian auf den hervorragenden fünften Kranzrang. Robin, mit seinen Bärenkräften, wurde sagenhafter 15.bei den Aktiven, was sicher niemand gedacht hätte. Ja und dann war(en) da noch Patrick, der zwei mal siegte. Einerseits bei den Senioren und in der Kategorie Sie+Er mit Denise. Im Namen der ganzen Fischer-Club Familie darf ich euch dazu herzlich gratulieren. Das war „spitze!“ Ich ziehe den Hut auch vor allen Teilnehmern des Fischer-Club die, ein jeder für sich, ihr Bestesgegeben haben. Nicht jeder kann ein Kranzgewinner sein, aber man kann darauf hinarbeiten!

Nicht vergessen möchte ich das Kampfgericht, denn ohne sie wäre ein Wettfahren ja gar nicht möglich. Unsererseits war Gustav Zwiglin, an seinem Stammposten „AUSFAHRT“ vertreten. Er jurierte dort mit Rosy Krebs, die für den LC Zürich im Einsatz stand. Herzlichen Dank für euren Einsatz!

 

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