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Die Taufe des 4. Langschiffes 1963

Die Lokalzeitungen berichteten damals wir folgt:

Taufe des vierten Langschiffes des Fischer Clubs Basel (Basler Nachrichten)

Der grösste Stoltz eines Wasserfahrvereins ist heute noch der Besitz eines Langschiffes.Während die Weidlinge ausschliesslich dem Wettkampfsport dienen, ist das Langschiff mehr der Geselligkeit reserviert. Es dient den Mitgliedern für die üblichen Fernfahrten und den Besuch der befreundeten Wasserfahrvereine in der ganzen Schweiz. Doch auch mit den Langschiffen werden jährlich in Basel Wettkämpfe ausgetragen, aus denen der Fischer Club mehrheitlich als Sieger hervorging.
Dies und vieles andere vernahm man am Sonntagmorgen bei der Begrüssung durch Ehrenmitglied Eugen Bürk. Punkt 10.30 Uhr ertönte ein Böllerschuss dröhnend unter der Wettsteinbrücke durch. Nach Vorträgen der Feldmusik und der Pfluderi-Clique, die bei Anlässen des Fischer Clubs zum eisernen Bestand gehören, eröffnete Eugen Bürk den Festakt, dem viele hundert Neugierige beiwohnten. Er btonte, dass der 80 Jahre alte Fischer Club nun schon sein viertes Langschiff aus der Taufe heben wird. Das erste wurde schon vor 60 Jahren angeschafft, das dritte wurde 1947 durch Vater Griesbaum eingeweiht. Mit den besten Wünschen übergab Eugen Bürk das schmucke Boot dem Vereinspräsidenten René Lienert. Das Langschiff war mit sämtlichen Kantonsfahnen geschmückt. Das Schiff kostete im Rohbau 3500 Franken, mit dem übrigen Zubehör belaufen sich die Kosten auf rund 5000 Franken, welcher Betrag jedoch zum Teil durch die Mitglieder selbst aufgebracht wurde. Die Fahnen stifteten die Frauen der Mitglieder. Den Weiheakt vollzog Frau Ruth Lienert, die charmante Gattin des Vereinspräsidenten. Sie leitete die Zeremonie mit einem netten Prolog ein und zerschlug die obligate Champagnerflasche gleich auf den ersten Hieb am Bug des Schiffes. Hierauf folgte die Jungfernfahrt zum Totentanz und zurück, zu der wir ebenfalls im Langsciff Platz nehmen konnten. Begleitet wurde das neue Langschiff durch sechs Weidlinge.

Eine Schifferin tauft die Fischerin (National-Zeitung)

Der Fischer Club, einer der ältesten Wasserfahrverein unserer Stadt, hat seinen "Ankerplatz" seit Menschengedenken unterhalb der Wettsteinbrücke, an der Mauer des Waisenhauses. Und weil nichts ewig dauert, hat er das alte Langschiff ausrangieren und ein neues zutun müssen. Am späten Sonntagmorgen schukelte das neue stolz auf dem Rhein und wartete geradezu darauf getauft zu werden. Und da eine Taufe ein bedeutendes Ereignis ist, hat man es auch entsprechend aufgezogen: mit Pauken und Trompeten, mit Musik und Trommelschlag und mit einer gehaltvollen Taufrede - im Beisein der Aktiven und einer grossen Menge von Schaulustigen, die immer dabei ist, wenn etwas zu sehen git. Und dann kam schliesslich der denkwürdige Akt, wo Ruth Lienert, die Frau des Fischer-Club-Präsidenten, etwas zaghaft die Flasche, die sie am Bug des neuen Langschiffes zerschmettern musste, in die Hand nahm, wobei sie sich Maria Wyss erinnerte, die Frau unseres Regierungsrates, die vergangenes Jahr die Klingeltalfähre getauft hatte. Doch sie hat mehr Glück: schon beim ersten Mal zerbarst die Flasche und das köstliche Nass lief über die Bugspitze in den Rhein. Beim Aufschlag und bei Klirren des Glases hörte man gerade noch, wie die Gotte sagte: " ich taufe dich Fischerin!", worauf die Fischerclübler und ihre Gäste herzlich applaudierten. Dann trat die Fischerin ihre erste Jungfernfahrt auf dem Rücken Vater Rheins an.

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